Dienstag, 28. April 2009

Kaum zu glauben: Markenschuhe so günstig ...

Vor der Abreise habe ich noch überlegt ob es sinnvoll ist Schuhe und Klamotten zu kaufen, die made in Vietnam sind, um sie mit nach Vietnam zu nehmen. Ergebnis: nicht sinnvoll.
Sinnvoll ist dagegen zu bedenken, dass vietnamesische Füsse selten grösser werden als das, was bei uns 40 heisst. Alles was grösser ist, wird demzufolge exportiert.


Was der Fake-Market in Saigon noch so zu bieten hat, steht dem Angebot aus Peking oder Shanghai wie erwartet in nichts nach. Es wird allerdings behauptet, und sogar unser selten um eine kritische Anmerkung verlegener Reiseführer bestätigt dies, dass die hier angebotenen Markenklamotten tatsächlich unter dem aufgenähten Label hergestellt wurden und hier lediglich ein gewöhnlicher Outlet-Abverkauf stattfindet. Die Glaubwürdigkeit liegt im Ermessen des Betrachters. Die Preise zumindest liegen weit unter denen daheim.

Ho Ho Hooligans

Wenn das Veröffentlichen von Pressebildern mit Leuten, die Gesichtsmasken tragen, ähnlich wie in SARS-Zeiten bereits als eindeutiger Beweis für die Verbreitung der Schweinegrippe gilt, dann müssen wir uns in Saigon echt warm anziehen!

Montag, 27. April 2009

Happiness to everybody

Glück findet sich so oft in den einfachsten Dingen ...

Sonntag, 26. April 2009

Gong Bao Ji Ding

Nach dem ganzen vietnamesischen Essen hatten wir nach Ankunft in Saigon mal wieder Lust auf etwas Abwechslung und sind zum Chinesen gegangen.

Das ganze wirkte auf Anhieb auch sehr authentisch, mit dem klassischen bahnhofshallenartigen, grell erleuchteten Speisesaal, Seafood-Aquarien im Eingangsbereich, runden Tischen, unfreundlichen Bedienungen, Tsingtao-Beer und wässrigem grünen Tee. Aber abgesehen von ein paar WonTons, die man in ganz Asien gefahrlos bestellen kann, war das Essen eine Enttäuschung.

Sogar der normalerweise unfehlbare Touristen-Klassiker "GongBaoJiDing", Huhn mit Chili und Erdnüssen, war dermassen verhunzt, dass er als Nr. 78 bei jedem "Goldener Drache"-Schnellimbiss durchgegangen wäre.

Morgen gehen wir lieber zum Thai.

Regen in Hoi An

Gerade läufst du noch trocken durch die Welt und im nächsten Augenblick bist'e bis auf aufs Unterhemd durchnäßt. Das ist tropischer Regen!
Das einzigste Mittel dagegen ist Schnelligkeit. Denn nur wer schnell genug ist, sich irgendwo unterzustellen oder einen Schirm aufzuspannen oder seinen Regenmantel anzuziehen, hat Glück einigermaßen trocken zu bleiben; alle anderen.....naß!
Hier ist es aber auch gar net so schlimm bis auf die Knochen durchzunässen, denn so schnell wie man naß wird, trocknet man auch wieder, wenn der Regen aufhört.
Aber dank unserer genialen Planung und Vorbereitungen (Regenmäntel, die dann immer im Zimmer bleiben), kann ja uns so was nicht passieren.......hüstel.....

Hoi An

Hoi An ist bis jetzt die schönste Stadt, für mich zumindest. Hier geht mein persönlicher Piratenfilm, der in Ha Long Bay gestartet hat, weiter.
Alte Holzhäuser, dicht aneinandergedrängt mit überraschenden Innenhöfen oder unerwarteter Innengröße, machen meine Filmkulisse perfekt. Direkt am Wasser entlang liegt ein Restaurant nach dem anderen. Und auf dem Weg zum Abendessen, hält man gespannt den Atem an und wartet gespannt, wann den Kaptn Jack Sparrow hier anlegt.
Nur eine kleine Tatsache trübt dieses Bild, nämlich daß hier wirklich mehr Touris rumlaufen als Einheimische.
Aber wenn sie ebenfalls ihren Film im Kopf haben, absolut verständlich!

Partnervermittlung für Engländer in Viet Nam

Also, wenn es einem Engländer daheim zu langweilig wird und daheim niemanden kennenlernt und abbekommt, dann reist er nach Viet Nam. Nicht etwa um einen Vietnamesen kennenzulernen, sondern einen interessanten Landsmann (oder -frau). Wieviel Engländer hier rumlaufen, daß paßt auf keinen Globus!
Vorallem Engländerinnen in 4er Gruppen, die dann alle versuchen sich an den nächsten männlichen-single-interessierten-interessanten-lonelyplanettraveller-wasauchimmer ranzumachen.
Nur laßt euch eins gesagt sein, liebe Engländerinnen, nicht jeder möchte eure Lebensgeschichte ab dem 3. Lebensjahr hören, die ihr erzählt um euch besser kennenzulernen.
Nur leider gibt es manchmal für Nicht-Interessierte keine Möglichkeit nicht zuhören zu können..... leider!

Shop till you drop Hoi An

Hoi An hat sich als wahres Shopping Paradies für allerlei Schnickschnack herausgestellt. T-shirts (laut Aufschrift 100% Cotton) sind nach zähen Verhandlunen und mehrmaligem Weglaufen für ca. $1.50 zu haben. Beim Abringen des möglichst niedrigen Preises werden wir im Verlauf dieser Reise auch immer geschickter. Haben wir in Hanoi und Hue noch Lehrgeld bezahlt ist, sind wir nun mit den Resultaten in Hoi An nun sehr zufrieden (die Händler allerdings nicht).
Massgeschneiderte Klamotten aller Art sind auch der Renner bei uns Touristen hier in Hoi An. Teile unserer Reisegruppe haben sich allerlei feinstes Tuch auf den Leib schneidern lassen. dabei ist unserem weiblichen Teil der Gruppe eingefallen, dass das von zuhause mitgebrachte H&M Hemdchen so perfekt ist, dass kurzerhand zwei Kopien aus Seide angefertigt werden müssen. So weit so gut, der Zeitpunkt der Entscheidung war allerdings sehr geschickt gewählt, da unser Taxi zum Flughafen 2 stunden später abfuhr und der Schneider dann völlig unerwartet doch 30 minuten länger für das anfertigen benötigte als versprochen. Immerhin gabs als Entschädigung ne ganze Bananenstaude und wir sind dann mit den 2 neuen Seidenhemdchen quer durch Hoi An gehehetzt und haben das Taxi mit nur einer Minute verspätung erwischt. Meine Nerven...

Viva la Spa

Von den Urlaubsstrapazen genervt und am Ende meiner Kraefte.....naja, so schlimm nun doch nicht.....brauchte ich endlich mal ein wenig Erholung - eine Massage!
In dem supergeilen Hotel in Hoi An gibt es neben dem Swimmingpool auch noch einen Spa&Wellness-Bereich. Fuer nur 40USD buchte ich mir ein Massage-Package fuer 2 1/2 Stunden. Erholung pur, sage ich nur!
Die Jungs planschten unterdessen im grossen Meer, waehrend ich eine intensive Ganzkoerpermassage bekam mit wirklich allem Drum&Dran: Koerper-, Haende-, Fuesse-, Gesicht- und Kopfmassage - ein Traum!
Schwebe immer noch wie auf Wolken!

Samstag, 25. April 2009

Der Humor der Vietnamesen

Ich wurde ja schon darauf vorbereitet, dass wenn die Asiaten laecheln nicht immer ein Zeichen von Freude oder Lachen ist. Auch, dass die Chinesen nicht immer die hoeflichsten im Servicebereich sind. Bis jetzt habe ich nur freundliche Vietnamesen getroffen, die viel Lachen und es auch so meinen. Mein Freund meinte (und der hat immerhin 2 Jahre in Beijing ueberlebt), dass die Vietnamesen wesentlich freundlicher seien als die Chinesen. Ich selbst kann dies erst in einer Woche beurteilen, wenn wir in Hong Kong sind.
Was mich am meisten verbluefft ist, dass die Vietnamesen einen richtig schoenen schwarzen Humor haben. Damit hat irgendwie keiner gerechnet.....grins

Land der lueckenhaften LANs

Gar nicht so einfach wie gedacht, im 21. Jhdt. regelmaessig an ein funktionierendes Internet zu kommen, darum haengen wir etwas hinterher.
Zur Zeit ist das Trio infernale in Hoi An (Strand und so), aber wir empfangen nur das WLAN vom Nachbarhotel, das seinen Access Code nicht rausruecken will.
Ab morgen klappt das hoffentlich wieder besser, wenn wir in Saigon ankommen.

(so, jetzt bleibt zu hoffen, dass die Seite hier auf vietnamesisch die gleichen Buttons hat wie im Deutschen ...)

Wegstrecke Hue - Hoi An

Da die Zugstrecke von Hue nach Hoi An viel zu lange dauert und extrem unbequem ist, haben wir uns entschlossen mit den Bus zu fahren: und zwar mit dem Touri-Bus. Ich muss sagen, so einen Bus hab ich noch nie gesehen. Als erstes muss man beim Fahrer die Schuhe ausziehen, die man dann in einen Plastikbeutel steckt und dann darf man sich einen Platz aussuchen: einen Liegeplatz! Diese Art der Transportation ist wesentlich angenehmer als Zugfahren und sogar guenstiger.

Welcome to the jungle

Es geht doch nichts über gut gepflegte Urwaldpfade.

Dramatisch: die gefürchtete Tropenkrankheit "whét pù"

My Son

nein, das ist nicht der Beginn einer Predigt, sondern der Name einer Ruinenstadt im Dschungel bei Hoi An, die von irgendeinem Königreich zugunsten irgendeiner Gottheit erbaut und ein paar hundert Jahre später von einem Volk, das sich irgendwann mal für das Grossartigste hielt, wieder zerbombt wurde.

Und die Vietnamesen waren sogar rund hundert Jahre früher mit dem Bauen fertig als die Kollegen aus Cambodia. Da könnten wir uns den Trip nach Angkor glatt sparen, wenn das dort eh nur eine Kopie ist.

Hue - eine Stadt ohne Begeisterung

Durch die nette Zugfahrt extrem erholt in Hue angekommen, genossen wir im Hotel erstmal den Komfort von sauberen Toiletten und fliessend Wasser. Voller Energie und Tatendrang stuermten wir los um Hue zu entdecken. Erstmal blieben wir bei einem netten vietnamesischen Lokal haengen und nahmen sowohl unser Abendessen vom Vorabend und unser Fruehstueck zu uns.
Dann gings in die Zitadelle und in den Kaiserpalast. Aber bis wir da ueberhaupt ankommen konnten, waren wir schon extremst genervt von den ganzen aufdringlichen Cyclofahrern. In Ha Noi hatten wir das zwar auch, aber nicht in dieser Intensitaet und Nervigkeit. Die fuhren die halbe Wegstrecke neben uns her und nervten richtig, aber wir wollten laufen und deshalb gings stoisch ignorierent weiter.
Der Kaiserpalast war dafuer wieder sehr schoen und brachte den passenden Ausgleich. Allerdings machten wir da einen Fehler und gingen mittags, als die Sonne brannte bei ca. 35 Grad-Celsius, denn Hue erfreute sich einer richtig guten Wetterfront, wie seit Jahren nicht mehr.

Freitag, 24. April 2009

Das bis jetzt gefaehrlichste in Viet Nam - Zug fahren

Ich bin ueber 10.000km geflogen, Boot gefahren, Kajak dazu und bin ins Meer gesprungen, dabei ist nix passiert. Aber bei sowas alltaeglichem wie Zug fahren, lebt man echt gefaehrlich: hier zumindest.
Auch nur ansatzweise geglaubt zu haben, dass es mit good old Germany vergleichbar ist, erscheint nun sehr naiv und laecherlich. Wir fahren mit einer gigantischen Geschwindigkeit von ganzen 55km/h und damit hat der Zug mehr Seegang als das Boot sehr wahrscheinlich je haben wird. Einfach zu laufen oder gar zu stehen ist richtig gefaehrlich, denn ab und zu wird so stark abgebremst, dass alles was nicht niet- und nagelfest ist im Hohen Bogen fliegt. So wie auch dann die Passagiere! Auf diesem Wege habe ich mir mein erstes vietnamesisches Haemathom zugezogen.
An Schlaf ist ebenfalls nicht zu denken. Dank der nicht ausschaltbaren Klimaanlage sitze ich frierend mit Jacke und einer Decke, zugemummelt in einem tropischen Land und leide an Schnupfen, Halsschmerzen und Kopfweh.
Habe die ersten Frostbeulen in einem klimatisierten Bus bekommen, aber der Zug toppt alles, sogar Gefriertruhen.... Tja, so kalt koennen die Tropen sein.

code de commerce

Inzwischen habe ich auch eins dieser bei Travellern obligatorischen Handgelenksbaendchen, die es wohl in allen Laendern mit Strand gibt. Eigentlich hasse ich die Dinger, aber es wurde mir praktisch aufgezwungen und Geschenke in Asien abzulehnen gilt als enorm unhoeflich. Das ganze geschah waehrend der Rast unseres Ueberlandbusses, als eine Strassenhaendlerin um europaeisches Kleingeld fuer ihre Sammlung bat und ich sie mit einer Handvoll "Bank deutscher Laender"-Muenzen begluecken konnte (warum ich die dabei hatte, versuche ich jetzt garnicht erst zu erklaeren).

Jedenfalls laufe ich mit drei verschiedenfarbigen Holzperlen herum, deren Farbe ich mir leider nicht aussuchen durfte, und werde den Verdacht nicht los, dass das eine heimliche Markierung ist, die anderen Haendlern Aufschluss ueber Solvenz, Verhandlungsgeschick und Hartnaeckigkeit des Traegers gibt, aehnlich wie man das von den Farbringen auf ohmschen Widerstaenden kennt.
Mich wundert hier garnix mehr.

Donnerstag, 23. April 2009

Banh Nam

Hurra, endlich mal ein Gericht, das tatsächlich originär aus Vietnam zu kommen scheint: in Bananenblätter gerollte Reispampe mit Schweine- und Shrimps-Hack, namens Banh Nam, eine sehr leckere Kombi, die den Natriumglutamat-Geschmack offenbar auf natürliche Weise hervorzubringen vermag.


Man könnte ja eventuell den Eindruck bekommen, dass wir einen Grossteil unserer Zeit in Vietnam für Ernährung aufwenden. Was wir allerdings trotz vieler Versuche bisher kaum gefunden haben, ist landestypische Küche. Fragt man zB im Hotel, wo sich vor Ort gut vietnamesisch essen lässt, bekommt man zur Antwort: "Weeell, yes, there is an Indian Restaurant or here, an Italian Restaurant ..."

Das schon erwähnte Nationalgericht von Vietnam, die "Pho"-Nudelsuppe, hatten wir zwar auch schon, aber seither weigern sich die Vietnamesen hartnäckig, uns die nochmal so gut zu kredenzen wie in Hanoi. Und versucht man auf eigene Faust eine der Nudelküchen aufzufinden und sucht nach dem Wort "Pho" auf dem Werbeschild vor dem Laden, hört man "Pho? Nö, hamwanich".
Klar, auf den Tafeln steht wahrscheinlich: "Gerichte, die heute aus sind".

for those who know ...

Noblesse oblige: Hue trinkt "Huda" Beer

halbwegs heil in Hue angekommen

In 16 Stunden von Hanoi nach Hue und dabei sogar eine Hotelübernachtung gespart.
Als die Französin in unserem Abteil irgendwann morgens Hektik verbreitete, blieben wir noch unbeeindruckt liegen, bis uns dämmerte, dass ihr nahendes Ziel "'üä" gleich dem unseren, "Hué", war.

Nach der wenig erholsamen Zugfahrt im Soft-Sleeper, der diesen Namen zu Unrecht trug, sind wir erstmal frühstücken gegangen im örtlichen Drive-In.

Mittwoch, 22. April 2009

Train-Cockroach

Meine erste vietnamesische Kakerlake bekam ich in unserem Zugabteil hinter meinem Bett zu sehen. Was mich natuerlich als Tierfreund ekliger Insekten mal so richtig erfreute. Aus wissenschaftlichen Gruenden zerlegten wir diese dann auch gleich fachgerecht, um das Abteil von weiteren Attacken zu befreien.

Essen auf Rädern

Viehtransport in Halong

"Das wird wieder ein Fest heute abend ..."

Don't call it Schnitzel!

Auf der Rückfahrt von der Ha Long Bay mit dem Boot wurde wieder mal traditionelle vietnamesische Küche kredenzt:
Shnie Phô Sa, Mahlzeit:

Dienstag, 21. April 2009

Haus am See

Inzwischen sind wir auf Cat Ba Island gelandet, irgendwo in der Halong Bay (keine Ahnung, ob Landkarten resp. Seekarten das Inselgewirr richtig wiederzugeben überhaupt in der Lage sind),
und in diesem pittoresken Pfahlbau hatten wir Mittagspause:


Zu unserer grossen Überraschung waren hier gerade Asia-Wochen:

Fluch der Ha Long Bay - Teil 1

Die Ha Long Bay kann man natürlich nur per Boot erkunden. Gleich beim Einchecken auf dem Boot fühlte ich mich wie auf einem Piraten-Film-Drehort. Wir hatten ein wunderschönes älteres Holzschiff, das "nur" Superior (also 3 Sterne) war. Wir waren soo begeistert und fragen uns immer noch, was uns die Deluxe-Version noch hätte bieten können. Das Boot-Erlebnis ein echter Wahnsinn! Und wie dieser Wahnsinn weitergeht in der Ha Long Bay.... kann man nicht mit Worten fassen.....wunderschöne Landschaft....Seeluft....umwerfend....seht selbst:



Der Weg nach Ha Long

Früh morgens haben wir uns aus dem Bett gequält, um uns in Richtung Ha Long Bay aufzumachen. Mit 2 netten Australiern und einer recht stummen Familie aus Frankreich gings in einem natürlich voll klimatisierten Mini-Bus los. Angehalten wurde auf der 4h Stunden Fahrt auch einmal, an einer Manufaktur, die zeitgenössische vietnamesische Kunst herstellt und in alle Welt gleich verschifft, auch als "tourist trap" bekannt. Es gab aber sehr interessante Sachen zu bestaunen, wie z.B. dieses Kunstwerk, handgeschnitzt aus feinstem Ho Chi-Bimsstein, eine Verschönerung jedes Hintergartenteichs:

Montag, 20. April 2009

Frühstück mit Seeblick

Mit diesem Blick von der Dachterrasse des Hotels wollen wir unseren Lesern, die sich noch nicht im Ruhestand befinden, den Start in die Arbeitswoche ein wenig versüssen.

Weitere Aussichten: sonnig. :-)

Welt am Draht


Elektrotechnik kann auch sexy sein.

Sonntag, 19. April 2009

H=log3/log2

Das mit den Türmen von Hanoi ist, nebenbei bemerkt, ein ganz grosser Schwindel, denkt doch jeder bei der Erwähnung von Hanoi als erstes: "Ah, Iterationsalgorithmus!"
Aber hier wurden offenbar Generationen von Informatikstudenten im ersten Semester offensiv verarscht. Oder das Stadtmarketing von Hanoi hat noch einen enormen Handlungsbedarf.
Jedenfalls: keine Türme, keine goldenen Scheiben, keine fleissig herumwuselnden Mönchlein, die das Ende der Welt herbeirekursieren. Enttäuschend. Aber echt jetzt.

Die Türme von Hanoi


Wie jedes Jahr gab es einen grossen Publikumsansturm bei den Landesmeisterschaften im Hockerauftürmen.

(wie man an der Leinwand links sehen kann, hat sich die katholische Kirche in Vietnam mit dem Konzept dessen beschäftigt, was im Deutschen als "public viewing" bezeichnet wird - offenbar mit grossem Erfolg, gemessen daran, dass die Hockertürme 10 min. nach diesem Bild abgetragen waren)

Hiking Hanoi

Jetlag geschädigt hat der Tag ein wenig später angefangen als geplant. Das leckere Frühstück auf dem Dach des Hotels hat uns aber schnell wieder auf die Beine geholfen. Das Whiskey-Konzept, um diverser Reizung des Verdauungssystems vorzubeugen, hat sich heute bewährt: Dank des gut gereiften Glenlivet vom Hongkong Duty Free hat sich noch keinerlei Verstimmung ergeben, obwohl wir abenteuerlustig wie wir sind nun doch noch zu unserer ersten Pho von einer Garküche an einer Hanoier Straßenecke gekommen sind.
Bei der Wanderung durch die Hanoier Alstadt sind wir uns auch wieder bewußt geworden, daß wir auf die Tollwut-Impfung verzichtet haben. Der lokalen Fauna begegnen wir nun (vermutlich auch entstanden durch den gesunden Glenlivet und Hanoi Bia Konsum) mit dem Motto "Ist der Hund auch noch so süß, laß die Finger Weg, sonst büßsts".

Who wants to be a Millionaire?


Warum wollen eigentlich alle nach USA, um sich als
Tellerwäscher zum Millionär hochzuarbeiten?
Das geht hier viel schneller.

Verkehr in Hanoi

Wer glaubt, daß die Italiener schnell, gefährlich, unkoordiniert, aggressiv oder was auch immer als Klischee herhalten muß, fahren, der darf seine Erfahrungen hier in Hanoi machen. So etwas hab ich noch net erlebt!
Die 30-minütige Fahrt vom Flughafen zum Hotel war bis jetzt das gefährlichste auf dieser Reise!
Überall Mopeds die kunterbunt durch die Gegend fahren, mit einem oder zwei oder drei oder vier Passagieren. Die Kinder sitzen da auch mit drauf, mit oder ohne Helm, egal! Während unser Fahrer uns durch die City fährt und lauthals telefoniert, immer wieder blinkt und Lichthupe gibt, diskuttieren wir noch, ob er ein echter Netter ist und uns ins Hotel bringt oder uns abzocken könnte, wie mans in den "schlecht-mach-büchern" liest. Doch dann bleibt er plötzlich einfach so mitten auf der Strasse stehen. Um uns ein Horrorverkehr! Leichte Zweifel kommen nun hoch! Wo werden wir landen, müssen wir ihn verkloppen, was zum Geier soll der Scheiß! Der Fahrer immer noch lauthals am Telefon, drückt wie wild irgendwelche Knöpfe und entschuldigt sich ständig. Das Ende des Ganzen war, die Klimaanlage ist just verreckt!
Ab da ging die Fahrt richtig los! Mit offenen Fenster cruisten wir durch Hanoi! Mehrfach dachte ich, daß ich bald nen Mopedfahrer auf meinem Schoß sitzen hab.
Erstaunlicherweise ist nix passiert!

Good Morning, Vietnam!

(na, endlich können wir diesen klischeeschwangeren Blog-Titel auch mal verwenden ...)

Nachdem wir den ersten Jetlag erfolgreich verschlafen haben, beginnen wir den ersten Tag in diesem wundersamen Land, den vielen guten Ratschlägen folgend, mit einem Glas Whisky. Cheerio!
Das anschliessende Frühstück, das mit jeder Erlanger Studentenkneipe locker mithalten konnte, war ein Ham&Cheese-Omelett mit annähernd französischem Baguette. Die traditionelle morgendliche "Pho"-Nudelsuppe war leider schon von den restlichen westlichen Hotelgästen aufgebraucht worden.

(bezeichnet man Australier eigentlich auch als westlich? oder sind das Südostler? Und wer legt das überhaupt fest ...?)

Ganz in weiss ...

Bricht die Braut sich mal den Knöchel, eilt sogleich der Bräutigam herbei, um ihren Fall zu bremsen.

Samstag, 18. April 2009

Visa uppon arrival


Hier nochmal für alle Zweifler (die wir auch bis zuletzt waren):
Entgegen anderslautender Aussagen von öffentlicher Seite ist es möglich, sich das Visum erst bei Ankunft am Flughafen in den Pass kleben zu lassen. Der Unterschied zu einem echten "Visa on arrival" ist lediglich, dass vorher per eMail die Beantragung (und Prüfung) erfolgt sein muss und dementsprechend ein "Approval Letter" vorliegt. Ausserdem müssen ein paar Dollars den Besitzer wechseln, weil das Stempeln so kräftezehrend ist. Die Gebühren sind dadurch insgesamt ähnlich hoch, aber man spart sich in Deutschland die doofe Einschreiberei mit den Reisepässen.

Erstaunlich: In Vietnam ist, anders als in den meisten anderen Ländern, den Grenzbeamten sogar das Lächeln gestattet.

Please reboot your airplane


Vertrauensbildende Massnahmen am Hongkong Airport.

beautiful soup

Hurra, die kleinen schwarzhaarigen Menschen sind wieder da! Überall!
Und das erste, was man in Asien braucht, ist natürlich eine Nudelsuppe. Also gleich mal bei Mr. Wong reinmarschiert und Niu Rou La Mian bestellt. Heisst hier allerdings Taiwan beef noodle soup.
Und schmeckt recht wässrig.

Verschnaufspause in HongKong

So ein 12 Stundenflug ist schon der Wahnsinn! Richtig schlafen kann man da auf jeden Fall nicht, auch wenn wir Riesenglück hatten und viele, viele Sitzplätze für uns in Beschlag nehmen konnten. Es war wie übernachten im Reisebus! An das permanente Fluggeräusch gewöhnt man sich irgendwann; und was natürlich bei einer "echten" nervigen Bus- "äh" bzw. Flugfahrt nicht fehlen darf, sind die besoffenen Gröhler vom Herrenkegelclub, die bis in die Puppen saufend, singend im Gang stehen.

Leicht verkatert (ja, uns haben 2 bzw. 3 Whiskys gelangt) und hundemüde sitzen wir nun endlich in HongKong und warten auf den Anschlußzug in Flugform nach Hanoi. Mal sehen, welche Gröhler uns da erwarten..... aber sehr wahrscheinlich sind die, die mit uns im Anflug waren, ebenfalls wie wir total im Arsch.... dann wirds ruhiger...... :-)

Runter kommen sie immer

Top 5 Massnahmen gegen Flugangst:

5. Donkey Kong spielen
4. Rotwein trinken. Und dann noch einen.
3. Alle in Reichweite befindlichen Knöpfe drücken.
2. ... und dann die herbeieilende Stewardess fragen, ob wir bald da sind.
1. Wolken von oben fotografieren.

congee

es gibt nichts schöneres, als nach einem 8-stündigen Wachkoma mit einem chinesischen Flugzeugfrühstück geweckt zu werden. Wer nicht weiss, was "Congee" ist, bestellt sicherheitshalber die egg roll. Wer Congee kennt, tut reflexartig dasselbe.
Anerkennenswert sind die redlichen Bemühungen von Cathay Pacifics, den schalen Geschmack von Flüssig-Ei durch eine würzige Käsesauce zu kaschieren. Das besänftigt die Peristaltik und das flaue Gefühl tritt erst im Magen und nicht schon beim Schlucken auf.

Freitag, 17. April 2009

the last lkw

Ein letztes mal was "gscheits" zum Essen, bevor es 3 Wochen nur noch Reis und Suppe gibt.


Danke an den Sponsor der LKWs ("läberkäsweck")!

size does matter

damit wäre auch geklärt, wer hier den Grössten hat ...

... und den Dicksten sowieso.

eine Perle der Natur

ob Hanoi oder Hanau - Hauptsache Regenwald!

Adieu, tristesse!

Mit diesem Blick auf die malerischen Boxdorfer Spargeläcker verabschieden wir uns vom sogenannten fränkischen Frühling und ignorieren weiterhin tapfer die Tatsache, dass in den Tropen jetzt auch die Regenzeit beginnt. Aber hey, Regen mit Ausblick auf die Halong Bay ist ja wohl schon was anderes als das hier!

Donnerstag, 16. April 2009

nur noch 2 Tage...

...und immer noch am koffer packen bzw. rucksack fuellen. die interessanteste entdeckung wird sein, ob man zahllosen internet-seiten ueber die ausfuehrung der steckdosen in vietnam trauen kann und dann den passenden adapter dabei hat. lassen wir uns ueberraschen. falls nicht, dann gibts halt nur photos vom ersten und zweiten tag.

Dienstag, 7. April 2009

poppin' the cherry

die drei lustigen zwei sind noch am Kofferpacken ...
Aber bald geht es los.
Dann geht's aber auch los hier!